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Maharishi spricht über Brahma Vidya, 5. Juli 2007, Teil I Drucken E-Mail
Donnerstag, den 16. August 2007 um 23:37 Uhr

Anlässlich der Geburtstagsfeier von Raja Peter, dem Raja von England und Irland, sprach Maharishi am 5. Juli über Brahma Vidya. Teil I.

Maharishi: ”Der Minister für Kommunikation [Dr. Peter Swan] am Hofe Raja Raams, bat mich, die Wirklichkeit von Brahm darzulegen. Es ist eine herrliche Zeit für die Welt, dass im Zusammenhang eines Geburtstages [von Raja Peter Warbuton, Raja von England], nach der Geburt von Brahm gefragt wird. Die Geburt von Brahm ist diese feine Ebene der Existenz und Intelligenz, wo die Geburt der Stille aus der Aktivität kommt und die Geburt der Aktivität aus der Stille.“

Gyan Shakti und Kriya Shakti, die beiden Werte von Brahm

“Dies sind die beiden Werte, und Integration der beiden ist diese Gesamtheit, dieses Einheitliche Feld, welches Brahm ist. Brahm ist die zarteste (most delicate) Ansammlung der beiden entgegen gesetzten Werte. Die beiden entgegen gesetzten Werte sind Stille und Aktivität. Stille ist Gyan Shakti; Aktivität ist Kriya Shakti. Also da, wo Gyan Shakti sich aus Kriya Shakti erhebt, und wo Kriya Shakti aus Gyan Shakti hervorkommt, bleiben sie getrennt und bleiben zusammen.“

”Es ist für mich sehr erfüllend, dass heute alle Rajas zu dieser Ebene der Realität ihre Kommentare in Begriffen von Einfachheit (simplicity) und Allgesamtheit gegeben haben: Das Einfache (simplicity) in der Natur des lieben Raja Peter, das Einfache. Was ist dieses Einfache? Dieses Einfache existiert einfach zusammen mit seinem Gegenteil. Was ist das Gegenteil von Einfachheit? Komplexität. Komplexität bringt auf natürliche Weise Einfachheit hervor, und auf einfache Weise bringt Einfachheit Komplexität hervor. Die Vereinigung, die Summierung von Einheit und Vielfalt – das ist Brahm.“

Die Einfachheit und die Einheit von Stille und Dynamik

”Ich bewundere den Minister für Kommunikation, der heute Raja-Bewusstsein feiert. Er bat ganz offen um Formulierungen (expressions), welche die Realität einer sehr zarten, sehr einfachen, sehr natürlichen Beziehung zwischen beiden Aspekten der Natur Brahms erforschen. Brahm besteht aus zwei gegensätzlichen Werten – Stille und Dynamik, vollkommen vereinigt. Es gibt keinen Unterschied, würde ich sagen, zwischen dem stillen Aspekt der Natur Brahms und dem dynamischen Aspekt von Brahm. Die Verbindung ist so perfekt in ihrer vollständigen Natürlichkeit, dass sie niemals etwas anderes als die Kombination der beiden, die Koordination der beiden ist.“

Rajah Rajate (Radschah Radschate)

”Dies ist das Einheitliche Feld. Und Raja Peter hat ihm Ausdruck verliehen und wird mehr und mehr über die feine, delikate Verbindung zwischen den beiden Werten, Stille und Dynamik, darlegen. Dies ist ein Bereich, der Raja-Bewusstsein qualifiziert oder definiert. Rajah Rajate. Rajate bedeutet ‚der Raja ist’ – was? Selbst-bezogen. Was ist Selbst-bezogen im Raja? Wissen ist Selbst-bezogen. Handlung ist Selbst-bezogen. Das heißt, Wissenschaft ist Selbst-bezogen, Technologie ist Selbst-bezogen.“

“Wissenschaft und Technologie sind so sehr zusammen, dass der Wissenschaftler der Wissenschaft und der Technologe der Technologie auf ewig von einander untrennbar sind. Der Wissenschaftler, die Wissenschaft des Wissens und die Technologie des Wissens – die Wissenschaft des Wissens besteht (is made of) aus der Technologie des Wissens, und die Technologie des Wissens besteht aus der Wissenschaft des Wissens. Beide, Wissen und Technologie, treffen im Wissenschaftler zusammen, und der Wissenschaftler sagt ‚Aham Brahmasmi, ‚Ich bin Brahm’.“

Brahm, mein universaler Status, ist nicht Isolation

”Dabei hat es den Anschein, als habe er sich selbst von allem isoliert, (dadurch) dass er Brahm ist. Dann sagt er, ‚Nein, nein, nein. Es ist nicht Isolation. Es ist Universalisierung meines Status.’ Also wenn ‘Ich Brahm bin’, wenn Aham Brahmasmi, dann nicht nur Aham (ich), (sondern) ‘Auch Du bist Das’ – Tat tvam asi. Aham Brahmasmi. Tat tvam asi. '’Ich bin Brahm, auch Du bist Das’. Nicht nur ich und Du: das heißt, nicht nur der einzelne, nicht nur der doppelte, nicht nur ‘Ich bin Brahm’, nicht nur ‘Du bist Das’, Aham Brahmasmi, Tat tvam asi, sondern auch Sarvam Khalvidam Brahma – ‚All dies ist Brahm.’

Was ist all dies? All dies: Idam. 'Ich'. 'Ich' ist das Handlungsprinzip, das Devata-Prinzip: die Ursache der Handlung. Du bist nicht nur Stille, sondern ich auch; und Du bist auch das, was die Ursache der Handlung ist.“ 

’Ich bin Das und Du bist Das’, das Gewebe von Brahm, Brahmavidya

”Ich bin also aus Wissen hergestellt (I am made of knowledge), Du bist aus Wissen hergestellt, und wir beide und all das besteht aus Wissen. Das bedeutet, es ist das Wissen, das mich von Dir und all dem unterscheidet. Und es ist das Wissen, das die Gleichheit dieser drei aufrechterhält. Wenn also einer real ist, wenn ich Das bin, dann bist Du es auch. Wenn eins real ist, sind zwei auch real, und wenn eins Selbst-bezogen ist, ist zwei auch Selbst-bezogen. Der Selbst-bezogene Wert ist also gemeinsam; das ist der dritte Wert, der auch real ist.“

”Dies ist wie die Kettenreaktion des Vielfachen, oder wir können sagen: die Vervielfachung hat begonnen. Einheit ist real, Dualität (Zweiheit) ist real, Trinität (Dreiheit) ist real, und zwischen Einheit und Dualität ist das verbindende Glied ein anderer, vierter Wert. Wenn also eins real ist, und zwei real ist und drei real ist, ist auch vier real – auf diese Weise (beruht) die Kette der Realitäten auf der einfachen Allgesamtheit (totality) von Einheit.“

'”Dies ist das Gewebe von Brahm. Das ist Brahmavidya. Und dies entwickelt sich in der Darstellung Totalen Wissens durch die Grafiken und Charts von Raja Dr. Peter Warburton.“

“Und was außerdem aus ihm kommen wird, ist Brahm, worum heute der Minister für Kommunikation gebeten hat. Der Minister für Kommunikation hat den Punkt angesprochen, dass Wissen selbst nicht nur Singularität, sondern auch Dualität, ja auch Trinität ist.

Es ist Vereinigung – vierfach – es ist auch die Samhita – der gesamte vielfältige Ausdruck der Einheit in Begriffen des Spektrums der Sprache und des Spektrums des Zahlensystems.”

Die Starrheit des Zahlensystems und der Fluss der Sprache

“Das gibt einen sehr schönen Einblick in dieses Thema. Was ist das Zahlensystem? Das Zahlensystem ist starr, strikt. Eins ist unveränderlich eins, zwei ist unveränderlich zwei, drei ist unveränderlich drei.

Aber in dieser Starrheit der Eins, was gibt es da?

Einfachheit der Einheit, der Unendlichkeit. Einfachheit der Einheit, das ist Brahm.

Bei diesem Gedanken finden wir, dass in ‘A’, in der ersten Silbe des Veda, der gesamte vielfache Fluss des Veda in zwei Strömen enthalten ist – im Zahlensystem, eins, zwei, drei und Unendlichkeit, und in der Sprache – die Sprache fließt.”

”Das Zahlensystem fließt nicht, es ist starr. Vom Standpunkt der Starrheit also ist es derselbe Wert, dasselbe Brahm: vom Standpunkt der Nicht-Starrheit bedeutet es Vielfalt. Vielfach und einfach, Wissen und Aktivität. Eines und vieles. Gesamtheit und Punkte der Gesamtheit, Unendlichkeit. Einheit und Unendlichkeit. Und dann Einheit und Vielfalt, beide Gegensätze sind also einfach in Zweisamkeit, (Zusammengehörigkeit – togetherness); und wenn Einheit und Vielfalt so sehr in Zweisamkeit sind, dass eine Realität beiden gemeinsam ist, beide zusammen sind, gegensätzliche Werte, was tun sie? Sie beginnen im neutralisierten Zustand beider zu existieren.”

Der Treffpunkt von Wissen und Aktivität: Yoga-Sutra und Brahma-Sutra

”Eins wird vom anderen neutralisiert, denn Stille und Dynamik, Wissen und Aktivität und der Punkt, wo sich Wissen und Aktivität treffen: wenn es einen Treffpunkt der Gegensätze geben könnte, dann ist dieser Treffpunkt die Allgesamtheit (totality). Dieser Treffpunkt wurde so brillant, so vollständig für den Intellekt und für die Erfahrung dargestellt.“

”Genau wie in diesem Wort der Yoga-Sutren (ein Aspekt der Vedischen Literatur) und einem Wort der Brahma-Sutren (Vedische Literatur). Das Wort aus den Yoga-Sutren lautet: Svarupe avasthanam – Selbst-bezogen. Das Wort aus den Brahma-Sutren: Tat tu samanvayat – Brahm ist aus der Summierung, der Vereinigung – aus solch einer natürlichen Vereinigung, dass es niemals Vervielfachung sein kann, weil sie (beide) von Natur aus natürlich eins sind. Wenn sie von Natur aus eins sind – das ist die Natur von Brahm, Gesamtheit; dieser Atma ist Brahm. Dies ist die Definition, dies ist die Enthüllung oder Sichtweise dessen, was Atma ist. At-ma. Von 'A' 'Ma'. Das 'A', Purnam adah. Das 'A' ist Purna, voll. In einer Silbe, 'A', voll, voll in einer Silbe, 'A'.

”’A’ ist Ananta Akhanda Avinash: Unendlichkeit und Unbegrenztheit bestehen aus Punkten der Unendlichkeit, Punkten der Unbegrenztheit. Punkte der Unendlichkeit bestehen aus Punkten der Unbegrenztheit, und Punkt und Punkt, wenn sie sich treffen, dann ist da dieses Prinzip der Aktivität, dann ist da der Zustand des Seins und des Werdens. Eins ist das andere, vom Zustand des Seins ist der Zustand des Werdens. Sein und Werden, beide zusammen qualifizieren, beschreiben oder stellen Brahm dar.“

Brahmavidya

”Dies ist Brahmavidya. So fein (delicate), dass es dies, jenes und alles zusammen ist. Dies, jenes und alles zusammen, und auf die natürlichste Weise, auf die einfachste Weise, von Natur aus sind sie verbunden, und von Natur aus sind die verschieden, sogar wenn sie vereint sind. Sie halten zu ihrer Natur und sie nehmen teil an der anderen Natur. Darum besteht das Wort Brahm aus zwei Silben: Bra besteht aus Ba und Ra, Brahm. Dies ist die Besonderheit der Vedischen Sprache. Sie ist in der Lage, (etwas) in Worten zu vermitteln, die wirklich zu ihrer Natur passen.“

 Quelle: Global Good News:

http://www.globalgoodnews.com/education-news-a.html?art=11837483966652041 

 
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