Pandit Ronu Majumdar, Bansuri (Bambusflöte) Indranil Mallick, Tabla
Gandharva-Veda ist die vedische Musiktradition, die die Schwingungen der Natur zu verschiedenen Tageszeiten widerspiegelt. In der klassischen indischen Musik werden als Ragas die verschiedenen Tonfolgen bezeichnet, über die der Musiker improvisiert. Raga bedeutet Klangfarbe, Gefühl und Stimmung, auch Freude und Genuss. Deshalb heißt es: Das, was (den Geist mit Freude) färbt, ist ein Raga - "Ranjati iti Ragah". Die Ragas entsprechen dabei bestimmten Naturgesetzen, die zur Zeit des Vortrages vorherrschen und in den Zuhörern lebendig sind. Deshalb wird ein Raga nicht einfach erfunden, sondern vielmehr als Klang- und Melodiestruktur der Schöpfung im Zustand kristallklarer innerer Wachheit im Bewusstsein geschaut.
Die Maharishi Weltfriedens-Stiftung veranstaltet vom 1. - 8. August 2009 im Groteschen Palais von Hannover einen Workshop des berühmten indischen Virtuosen Ashish Sankrityayan zur „Einführung in die Technik des Vedischen Gesangs“. Die Vedische Rezitation wird von der UNESCO als geistiges Weltkulturerbe der Menschheit gewürdigt.
Das Ideal des Vedischen Gesangs besteht darin, den Interpreten und die Zuhörer Glückseligkeit erfahren zu lassen. Die Jahrtausende alte und bis in die heutige Zeit überlieferte Praxis besteht darin, dass der Sänger in sich reines, transzendentales Bewusstsein in Schwingung versetzt und hörbar werden lässt. Wenn der Zuhörer sein Bewusstsein diesem elementaren Klangfeld öffnet, kann er sich von inneren Begrenzungen befreien und innere Weite, Fülle und Momente von Glücklichsein erleben.
Dieser Workshop eröffnet Dozenten und Studierenden einen einzigartigen Einblick in die Vedische Urform der Gesangskunst und bietet Sängern die Möglichkeit zu lernen, wie man die Stimme von der stillen Bewusstseinsebene aus aktivieren und so einen reicheren, brillanteren Klang erzeugen kann.
Maharishi-Gandharva-Veda im Friedenspalast Hannover und im Unbesiegbarkeits-Center Lübeck
Das 23. Friedenspalastkonzert in Hannover widmet sich dem Dhrupad, einer Form des Gandharva-Veda, der seine Ursprünge in den Vedischen Traditionen des Sama-Veda findet.
Das Konzert findet statt am
Donnerstag, den 25. Oktober 2007 um 20 Uhr
im Friedenspalast Hannover, Sophienstraße 7, 30159 Hannover.
Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf: EUR 14,- und EUR 10,- für Schüler und Studenten oder Einheitspreis 17,- EUR an der Abendkasse.
Am
Freitag, den 25. Oktober 2007 um 20 Uhr
spielt und singt Ashish Sankrityayan im Unbesiegbarkeits-Center Lübeck, Stresemann-Str. 16
In der folgenden Aufnahme demonstriert Ashish Sankrityayan, wie die Silbe "A" im Dhrupad in den verschiedenen Bereichen des Körpers resoniert: Klicken Sie, um das Video zu starten.
Subroto Roy Chowdhury spielt klassische nordindische Musik: "Gandharva-Veda". Sein Instrument ist die Sitar, eines der ältesten und gleichzeitig schwierigsten Saiteninstrumente der Welt. Seit den legendären Schallplatten mit Ravi Shankar und den Beatles hat sich dieses Instrument nicht nur in die Herzen vieler Klassikhörer und Weltmusikfans gespielt, sondern auch Jugendliche aus aller Welt fasziniert.
Subroto Roy Chowdhury studiert und erforscht dieses Instrument seit seiner Kindheit und hat es zu einer beeindruckenden Meisterschaft gebracht. Ausgebildet in der reinsten Form der Senia-Tradition, widmet er sich der klassischen Ragastruktur des Dhrupad. 1969 wurde er mit dem Titel Surmani ausgezeichnet. Eine große Ehrung erfuhr er, als er 1977 in Indien zum Musiker des Jahres gewählt wurde. Seit mehr als 20 Jahren tourt er jährlich in Europa. Auch hat er zahlreiche CDs veröffentlicht.